Business Technology Office

Das Business Technology Office (BTO) unterstützt seit 1997 das Topmanagement führender Unternehmen dabei, komplexe Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Business und Technologie zu meistern. Mit über 600 Beratern an rund 50 Standorten in mehr als 25 Ländern ist das Business Technology Office eines der größten und am schnellsten wachsenden Büros von McKinsey & Company. Vollständig in das globale Netzwerk eingebunden, arbeiten unsere Berater in ihren Projekten Hand in Hand mit Beratern aus den weltweit über 90 McKinsey-Büros.

Ziel unserer Beratung ist es, durch effektiven Einsatz von Technologie unternehmerische Probleme zu lösen und somit den substanziellen Wert eines Unternehmens nachhaltig zu steigern. Insbesondere helfen wir unseren Klienten, Investitionen in Technologie erfolgreich zu managen und mit den strategischen Prioritäten des Geschäfts in Einklang zu bringen.

Wir entwickeln Strategien für Unternehmen in technologieintensiven Branchen wie Finanzdienstleistungen oder Hightech,  unterstützen neue Geschäftsideen durch innovative Technologien und erarbeiten bei Fusionen oder im Customer-Relationship-Management Lösungen für die IT-Architektur und das IT-Management. So vielfältig unsere Projekte im BTO auch sind, eines haben alle gemeinsam: die starke Orientierung an einer strategischen Managementperspektive.

  • IT-Strategie

    Ein typischer Prozess zur Bestimmung der IT-Strategie kann vereinfacht in 3 Phasen dargestellt werden, die iterativ wiederholt werden.

    • Zunächst wird das Zusammenspiel von Business und Technologie detailliert untersucht. Ziel hierbei ist u.a., wesentliche industriespezifische Treiber, disruptive Technologietrends (die das Geschäftsmodell nachhaltig beeinflussen würden) und interne IT-Fähigkeiten zu identifizieren, um potenzielle Wachstums- und Innovationsfelder aufzudecken.
    • Anschließend werden unter Berücksichtigung der identifizierten Chancen strategische Ziele für das Unternehmen definiert, die sowohl die Geschäftsstrategie als auch die IT-Strategie maßgeblich prägen. Die IT-Strategie sollte daher idealerweise im Einklang mit der Geschäftsstrategie sein, so dass z.B. die IT-Funktion im Unternehmen entsprechend den geschäftlichen Bedürfnissen gesteuert werden kann.
    • Die Umsetzung der Strategie betrifft viele operative Prozesse. So müssen z.B. ganzheitliche Change-Management-Projekte zur Realisierung der geplanten Veränderungen initiiert und gesteuert werden. Teilweise sind auch Anpassungen an der Organisations- und Governance-Struktur vorzunehmen, um einen passenden Technologieeinsatz zu ermöglichen. In jedem Fall ist es wichtig, im Laufe der Umsetzung ein regelmäßiges Controlling sowie ein Risikomanagement durchzuführen und gegebenenfalls die Zielsetzung zu adjustieren.

    Projektbeispiel

  • IT-Organisation und -Governance

    Veränderungen an der Organisation und den Entscheidungsmechanismen haben wesentliche Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Umso wichtiger ist hier ein wohldurchdachtes und umfassendes Vorgehen, damit die beste Lösung erzielt wird. Dabei sind insbesondere die Organisationsstruktur, die Führung der IT, die Entscheidungsprozesse, die Fähigkeiten der Mitarbeiter sowie eventuelle Anreizsysteme in die Betrachtung mit aufzunehmen.

    • Innerhalb der Organisationsstruktur müssen z.B. folgende Bereiche aufeinander abgestimmt sein: Anzahl, Funktion und Größe der Organisationseinheiten, deren Ausrichtung nach Geografie, Unternehmenssparten, Technologien oder IT-Prozessschritten, die Gestaltung von Hierarchien oder auch die Gestaltung der Schnittstelle zu Kunden der IT und externen Zulieferern (z.B. zu Infrastructure Outsourcing Providers).
    • Zur effektiven Führung der IT müssen die Vision und die Mission der IT eng mit der strategischen Zielsetzung verknüpft sein. Unter anderem gilt es hier Klarheit zu schaffen, ob die IT z.B. als Service Supplier, Broker, Competence Supplier oder als Kombination dieser Ausrichtungen auftreten soll. Außerdem ist sicherzustellen, dass benötigte Fähigkeiten zur Führung der IT innerhalb der Belegschaft verfügbar sind oder aufgebaut werden – sowohl heute als auch zukünftig.
    • Entscheidungsprozesse müssen strukturiert sein und das "Wer", "Wann" und "Wie" erklären. Dies gilt für alle wesentlichen Entscheidungen, wie beispielsweise zur IT-Strategiefindung, IT-Architektur, Wertschöpfungstiefe und Zuliefererauswahl, Ressourcenallokation, Kompetenzverteilung zwischen IT-Nachfrage- und -Angebotsseite sowie zwischen der IT und den Geschäftsbereichen.
    • Neben der Erweiterung der technischen und der Managementfähigkeiten der Mitarbeiter mit Hilfe von Trainings und Coaching spielt auch die Einstellung der Mitarbeiter und die Kultur in der IT-Organisation eine entscheidende Rolle für die Weiterentwicklung und Effektivität der IT.
    • Durch entsprechende Ausgestaltung von Anreizsystemen muss die finanzielle Verantwortlichkeit der Organisationseinheiten gefördert werden. Hierfür sind im Weiteren auch messbare und mit den Geschäftszielen abgestimmte Kennzahlen erforderlich.

    Projektbeispiel

  • IT-Architektur

    Unter IT-Architektur versteht man die Struktur und die Eigenschaften von sowie die Beziehungen zwischen Daten, Funktionen und Schnittstellen von IT-Systemen. Eine Vielzahl von Geschäftsvorfällen kann dabei Einfluss auf die Architektur haben.

    • Veränderungen in der Zielsetzung von Unternehmen müssen auch durch die IT-Systeme reflektiert werden. Ob organisches Wachstum, Kostensenkungsprogramme oder Qualitätsoffensiven, sie alle stellen Anforderungen an die Agilität von IT-Systemen, wie beispielsweise die Unterstützung neuer oder veränderter Geschäftsprozesse.
    • Fusionen von Unternehmen mit überlappenden Tätigkeitsfeldern erfordern oft die Integration der unterschiedlichen IT-Systeme.
    • IT-Systeme müssen gegebenenfalls adjustiert werden, wenn Outsourcing und Offshoring von Funktionen geplant ist, um eine gesicherte und effiziente Zusammenarbeit mit dem Dienstleister zu gewährleisten.
    • Veränderungen in der Gesetzgebung, wie beispielsweise Basel II oder der Sarbanes-Oxley Act, führen zu veränderten Anforderungen an das Berichtswesen und die Datenintegration, die fast immer IT-gestützt ist.
    • Disruptive Innovationen (z.B. Internet als neuer Vertriebskanal oder RFID) erfordern schnelle Anpassungen an den IT-Systemen, um Wachstum in diesen innovativen Geschäftsfeldern zu ermöglichen.

    Projektbeispiel

  • E-Operations

    Neben den strategischen Aspekten der IT bestehen auch viele Herausforderungen im Management des operativen Betriebs der IT. Insbesondere in Outsourcing-Situationen kommt es auf das richtige Management des Providers an.

    • Bereits bei der Vertragsgestaltung sollten Performance-Anreize geschaffen werden, so dass heutige und auch zukünftige Geschäftsanforderungen erfüllt werden.
    • Beim Übergang des Betriebs ist beispielsweise sicherzustellen, dass Risikoanalysen durchgeführt und mögliche Gegenmaßnahmen vorbereitet wurden. Insbesondere ist es hierbei hilfreich, erfahrene Mitarbeiter in das Projektteam einzubinden.
    • Die Akzeptanz der Organisation für diese tiefgehenden Veränderungen ist ebenfalls ein Erfolgskriterium. Es müssen zudem Managementfähigkeiten aufgebaut werden und die Abwanderung von wichtigen Mitarbeitern und Wissensträgern ist zu vermeiden.
    • Im laufenden Betrieb ist sicherzustellen, dass kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen institutionalisiert und notwendige Anpassungen auf Grund von betrieblichen Veränderungen ermöglicht werden.

    Projektbeispiel

  • IT-enabled Business

    Eine zunehmende Anzahl von Geschäftsfeldern lässt sich erst seit dem Aufkommen von IT-Trends erschließen. Hierzu zählt beispielsweise das Internet als Vertriebskanal. Zur Etablierung des Online-Geschäfts als Teil einer Multikanal-Marketingstrategie bedarf es einer engen Verzahnung zwischen Business und IT.

    • Zum einen muss das Management der operativen Infrastruktur sichergestellt werden. Sowohl für die E-Commerce-Plattform als auch für das Callcenter sind Entscheidungen über Build-, Buy- oder Partnership-Strategien zu treffen. Auch die Datenintegration zwischen den Kanälen ist ein Erfolgsfaktor, der für ein konsistentes Auftreten der Marke sorgt und somit die Kundenzufriedenheit wesentlich beeinflusst. Des Weiteren muss die Datensicherheit gewährleistet werden.
    • Zum anderen ist die inhaltliche Ausgestaltung des Angebots essentiell. Hierfür müssen beispielsweise Analysefähigkeiten aufgebaut werden. Nur so kann das Produktangebot und der Verkaufspreis je Kanal optimiert werden. Zudem liefern die Analyseergebnisse Anhaltspunkte für Cross- und Up-Selling-Strategien. Auch müssen die Mitarbeiter befähigt werden, die Online-Angebote dynamisch zu pflegen.

    Projektbeispiel

 
 
 
 
 

Bei großen, komplexen Implementierungsprojekten unterstützen wir auch Projektbüros – ohne dabei jedoch selbst die Implementierung vorzunehmen oder als Partner für den Betrieb aufzutreten. Denn kennzeichnend für unsere Arbeit im BTO ist eine objektive Perspektive, unabhängig von Systemherstellern und IT-Dienstleistern.

 
 
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