Operation China
From Strategy to Execution
An China führt für viele kein Weg vorbei. Nahezu jedes führende Unternehmen ist inzwischen mit einer Niederlassung, Tochterfirma oder einem Joint-Venture im Land präsent. Für die meisten von ihnen hat sich der Schritt gelohnt. Eine Umfrage unter US-amerikanischen Unternehmen zeigt: Zwei von drei erwirtschaften eigenen Angaben zufolge Gewinne im Geschäft mit den chinesischen Kunden - vielfach deutlich höhere als in anderen Ländern.
Operation China
From Strategy to Execution
Jimmy Hexter, Jonathan Woetzel
Harvard Business School Press, 2007
ISBN: 978-1-4221-1696-8
Doch der Marktplatz China wandelt sich und mit ihm die Anforderungen an die Unternehmen und Manager. Jimmy Hexter (BEI) und Jonathan Woetzel (SHA) zeigen in ihrem neuen Buch "Operation China", welche Auswirkungen zunehmender Wettbewerb und Veränderungen im Konsumverhalten haben werden. Sie mahnen zu einem Umdenken: weg von der rein auf Wachstum getrimmten Markterschließung hin zu mehr Effizienz und Exzellenz in den Prozessen.
Gerade hier liegt einiges im Argen. Eine McKinsey-Untersuchung in den Werken 30 internationaler Unternehmen offenbart Einsparpotenziale in Höhe von bis zu 40%. Auch die großen Händler könnten, so die Autoren, deutlich preiswerter einkaufen als heute.
Noch überdecken die im Verhältnis zu Europa und den USA deutlich geringeren Lohnkosten vieles. Doch die Defizite in den Operations könnten bald schon zum Problem werden und sich bei zunehmender Expansion gar verstärken. Immer mehr Konzerne versuchen, auch im tiefen Binnenland und in der aufstrebenden kauffreudigen Mittelschicht Fuß zu fassen. Dadurch steigen zum einen die Kosten für Marketing oder Logistik, zum anderen bedeutet es zusätzliche Herausforderungen für die Organisation. Nicht zu vergessen die zusätzliche Konkurrenz der lokalen und regionalen Unternehmen.
Hexter und Woetzel stellen in "Operation China" Unternehmen vor, denen es erfolgreich gelungen ist, hohe Prozessstandards in China einzuführen und damit den Fokus von reinem Wachstum auf die Qualität zu verschieben. Beispiele wie Danfoss, GE, Johnson & Johnson, KFC und Nokia zeigen aber auch: Entscheidend sind die Anpassungen an die Besonderheiten des Landes, eine blindes Übertragen von Prozessen ist wenig erfolgversprechend.
Über die Autoren
Jimmy Hexter ist Director im Beijinger Büro von McKinsey & Company und leitet die asiatische Operations Practice. zu seinen Klienten gehören multinationale und chinesische Unternehmen diverser Branchen, die er insbesondere in Fragen der operativen Strategie, der Produktionsleistung sowie hinsichtlich Strategien in den Bereichen Beschaffung und Lieferkette berät. Er ist Verfasser zahlreicher Artikel und gefragter Referent auf Führungskräftekonferenzen. Jimmy Hexter ist Absolvent der Harvard Business School, wo er Baker Scholar war. Er wurde mit den Thomas A. Wolfe und Henry Ford Preisen ausgezeichnet.
Jonathan Woetzel ist Director bei McKinsey & Company und Mitbegründer des chinesischen McKinsey-Büros. Er leitet die Asia Energy und Materials Practice und berät unter anderem verschiedene multinationale und chinesische Unternehmen in den Bereichen Strategy und Operations, M&A, Governance und hinsichtlich anderer Managementthemen. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter Capitalist China. Jonathan Woetzel ist Doktor der Philosophie und promovierte an der University of Southern California in chinesischer Volkswirtschaft.