Führungsqualitäten in der Krise
Women Matter 3
Die Studie "Women Matter 3" untersucht, welche Fähigkeiten Unternehmen in und nach der Krise brauchen, um erfolgreich zu sein und welche Führungsstile als entscheidend angesehen werden. Ein wesentliches Ergebnis: Gender Diversity sollte bei Unternehmen eine strategische Priorität darstellen – besonders im Kontext der Krise.
Befragt wurden 763 Führungskräfte weltweit. Diese repräsentieren alle Regionen, Industrien und Funktionen. Ein Ergebnis der Studie: Mit einem höheren Frauenanteil auf Vorstandsebene steigt die Chance, dass ein Unternehmen die Krise gut bewältigt. Der Grund dafür liegt in den entscheidenden Führungsqualitäten. Diese werden von Frauen häufiger angewendet.
Die befragten Entscheider halten die Fähigkeit, zu führen, für das wichtigste Kriterium überhaupt, um das Unternehmen erfolgreich durch die Krise (und danach) zu managen. 49 Prozent sehen das Kriterium in der Krise auf Platz Eins. Für die Zeit nach der Krise räumen diesem Punkt 42 Prozent Priorität ein. 46 Prozent der Befragten fordern außerdem, dass die Firmenleitung klar die Richtung weist, in die das Unternehmen steuert. 39 Prozent halten das auch nach der Krise für wichtig. Bereits "Women Matter 1" hatte ergeben, dass diese zwei Kriterien signifikant durch die Präsenz von mindestens drei Frauen in Vorständen verstärkt werden können.
Entscheidende Führungsstile
Zwei Führungsstile – so die Ergebnisse der Umfrage - werden als ganz besonders wichtig angesehen, um durch die Krise und in der Zeit danach zu führen: "Inspiration" und "Erwartungen definieren/Belohnungen anbieten". Wie in "Women Matter 2" gezeigt wurde, werden diese Führungsstile wesentlich öfter von weiblichen Führungskräften eingesetzt. 48 Prozent der Befragten sehen "Inspiration" als wichtigste Führungsqualität in der Krise und 45 Prozent nach der Krise an. 47 Prozent der Befragten finden "Erwartungen definieren/Belohnungen anbieten" in der Zeit der Krise und danach als besonders wichtig an.
Allerdings hat die Krise das Führungsverhalten der Manager im vergangenen Jahr verändert. So haben die Befragten angegeben, dass sie in der Krise beobachtet haben, dass mehr Führungspersonen "Leistungskontrolle" als Führungsstil angewandt haben. Gleichzeitig beurteilen die meisten diesen Führungsstil als am wenigsten nützlich in der Krise und in der Zeit danach.
Das Fazit liegt auf der Hand: Die Umfrage zeigt, dass Unternehmen stärker handeln müssen, um Gender Diversity zu erhöhen und Frauen in ihre Führungsteams holen müssen.
Downloads
Women Matter 3
Women leaders, a competitive
edge in and after the crisis
McKinsey Global Survey Results
Leadership through the crisis and after
Zum Thema
Women Matter 1
Performancesteigerung durch Frauen an der Spitze
Women Matter 2
Führungsstärken der Frauen
Women Matter 4
Wie Gender Diversity im Topmanagement erreicht wird
